Das Nivesenland

Wer sind die Nivesen?

Nivese in Festtagskleidung

„Der Nivese ist etwa so groß wie ein Mittelreicher, dabei allgemein etwas kräftiger und neigt zu rotem bis kupferblondem Haar. Sie sind von anderen Nordvölkern einfach zu unterscheiden mit ihren leicht schräg zueinanderstehenden Augen. Sie ziehen mit teils riesigen Karenherden zwischen Riva und Paavi umher. An Handel sind sie durchaus interessiert, vor allem Metall, Stoffe und Alkohol werden gegen Tiere und Felle eingetauscht.“
–ein unbekannter Handelsgesandter in einem Brief nach Vinsalt

In den einsamen Steppen des aventurischen Nordens leben die Nivesen. Neben den Waldmenschen, Tulamiden und Kemi gehören sie zu den Ureinwohnern des Kontinents. Sie lebten Jahrtausende lang als Jäger und Sammler, bis sie lernten, die gewaltigen Karenherden zu bezähmen. Mit ihnen ziehen sie als Nomaden durch Firuns Land, denn die Karene geben Ihnen alles, was sie benötigen. Alles wird verwertet: das Fleisch gegessen, die Felle getragen oder zu Zelten verarbeitet, aus Knochen und Geweih werden Werkzeuge, Schmuck und allerlei andere Dinge hergestellt.

Ein besonderes Merkmal der Nivesen sind die leicht schräg gestellten, mandelförmigen Augen. Drei von vier Nivesen haben außerdem rot bis kupferblonde Haare. Ihr Körperbau ist vom Wuchs nicht auffällig anders als der anderer Aventurier, allerdings sind sie etwas stämmiger und damit besser an die Kälte des Nordens angepasst.

Schneewolf

Die Nivesen glauben nicht an die Zwölfe. Sie betreiben einen archaischen Kult um Himmelswölfe und sehen in den Wölfen selbst Kulturschaffende Wesen. Laut nivesischen Überlieferungen wurde das erste Zeitalter genannt "das Glückliche", durch den Frevel eines Mada genannten Menschen beendet. Seit dieser Zeit müssen sich die Menschen vor den Himmelswölfen für ihre Tat büßen. Viele Angehörige dieses Volkes sehen es auch heute noch als ihre Pflicht an das Verhältnis zwischen Mensch, Tier und Himmelswölfen zu ordnen, bevor alle Schöpfung untergeht.

Die Verbindung der Nivesen zu den Wölfen soll so weit gehen, dass es angeblich Häuptlinge gibt, die die Sprache der Wölfe sprechen oder sich gar in ebensolche verwandeln. Es sollen an die 60.000 Nivesen im Norden leben, eine genaue Zahl wird es aber niemals geben können.

Das Land der Nivesen

Die Nivesen ziehen durch die Weiten des Hohen Nordens. Das von ihnen genutzte Land reicht Paavi bis Riva, aber auch vom norden Thorwals bis ins Gjalskerland hinein. Das Land besteht zum Teil aus Birken- und Nadelwäldern, geht nach Norden über in eine baumlose Steppenlandschaft. Die Karene verstehen es auch im Winter unter der Schneeoberfläche Nahrung zu finden. So kann man den Nivesen zu jeder Jahreszeit auf ihren Wanderungen begegnen.

Die Firnklippen, Nebelzinnen und Firunsfinger meiden sie nach Möglichkeit, ebenso betreten sie kaum die Ausläufer des Ehernen Schwertes.

Das Spiel im Hohen Norden

Das Reisen in den Nivesenlanden ist für nicht Einheimische sehr gefahrvoll. Natürlich auch für die Nivesen selbst, kennen diese allerdings die Gefahren und können sie meist besser einschätzen.

Eine Abenteurergruppe sollte sich nach Möglichkeiten mit einer Sippe gut stellen und diese begleiten. Umwege muss man dabei allerdings in Kauf nehmen. Die Nivesen begleiten ihre Karenherden mehr, als dass sie sie vor sich her treiben.

Im Winter wird eine Wanderung einerseits durch hungrige wilde Tiere, andererseits durch das Wetter sehr gefährlich. Schon mancher Fremdländer stolperte tagelang von Schneeblindheit geschlagen im Kreis durch den Schnee, um schließlich vor Entkräftung und Unterkühlung zusammenzubrechen und schlafend in Borons Reich einzufahren.

Abenteuer bei den Nivesen

Abenteuer im äußersten Norden gibt es nur einige, die Qualität ist dabei durchaus gemischt. Es beginnt mit dem Abenteuer B18 Kommando "Olachtai". Die Helden werden auf eine recht geradlinige Mission von Olport aus durch den Norden geschickt um Paavi von einem finsteren Schwarzmagier zu befreien.

Ein Teil der berühmten Phileasson-Saga, die die Helden durch ganz Aventurien führt, spielt natürlich auch im Hohen Norden.

Danach erschien das Abenteuer A61 In Liskas Fängen. Die Helden ziehen auf eine Schatzsuche durch die Nivesenlande und werden dabei auch noch von Kopfgeldjägern verfolgt.

Die als Einsteigerkampagne bezeichneten "Erben des Schwarzen Eises" wurden sehr gemischt aufgenommen. Gute Plotideen wechselten sich ab mit nur rudimentär ausgearbeiteten Szenarien.

Das Nivesenland in DSA Computerspielen

Am Nächsten kommt man dem Nivesenland noch im dritten Teil der Nordlandtrilogie. Leider entfiel in diesem Part das schöne Reisesystem und somit ist der Besuch rein auf Riva beschränkt.

Andere DSA Computerspiele widmeten sich gänzlich anderen Gebieten auch das schon länger eingestellte Herokon sah von einer Umsetzung des rauen Landes im hohen Norden ab.

Beim als DSA Computerspiel gestarteten Antamar - Avesjünger und Ordenskrieger war das gesamte Nivesenland im Spiel. Eine Reise durch den hohen Norden inklusive Goldrausch am Oblomon konnte bestritten werden. Nachdem Antamar Aventurien verlassen hat, flossen viele Ideen und Ansätze in die neue Welt ein. Der Goldrausch im Norden kann noch immer nachgespielt werden, auch wenn die Bewohner des Nordens nun etwas anderes heißen mögen.

Weitere Hintergründe zum Nivesenland

Die wohl beste Regionalbeschreibung rund um das Nivesenland stammt aus der Box "Rauhes Land im hohen Norden". Auch wenn es eine DSA3-Box ist, sind die Beschreibungen auch heute unübertroffen.

Wer sich für ein nivesisches Fanzine interessiert, kann den "Wanderer" beim Orkenspalter herunterladen.


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